Veredelungstechniken

Hier bekommen Sie einen kurzen Überblick über die verschiedensten Veredelungstechniken.

Tampondruck
Der Tampondruck ist ein indirektes Tiefdruckverfahren.
Im Druckvorgang wird die zuvor ausgewaschene Stahl- bzw. Kunststoffdruckplatte mit Farbe überfüllt. Ein Rakelmesser streicht die überschüssige Farbe von der Oberfläche der Platte ab.Die restliche Druckfarbe verbleibt in den Vertiefungen.Ein weich elastischer Tampon aus Silikonkautschuk überträgt die Farbe aus den Vertiefungen der Druckplatte auf den Artikel.Über die Elastizität kann der Tampon der Art und Form des zu bedruckenden Gegenstandes angepasst werden. Mit dem Tampondruck lassen sich feinste Schriften und Bilder auf Artikel wie Feuerzeuge, Kugelschreiber etc. drucken.

Siebdruck
Der Siebdruck ist ein sogenanntes Durchdruckverfahren, bei dem die Druckform (Siebschablone) aus farbdurchlässigen und farb-undurchlässigen Bildstellen besteht. Im Druckvorgang wird die Farbe mit einem Rakel durch die druckenden (farbdurchlässigen) Bildelemente auf den Druckgegenstand gebracht, wodurch sich die Farbe an entsprechender Stelle überträgt. Der Farbauftrag ist intensiver und somit deckender als beim Tampondruck und vor allem für „flache“ Gegenstände zu empfehlen.

Runddruck/Tassendruck
Der Tassendruck erfolgt im Direktsiebdruckverfahren auf einer speziellen Runddruckmaschine, die eine nahezu randlose Bedruckung ermöglicht.
Im Anschluss wird der Druck bei 140 Grad Celsius ca. 20 Minuten im Umluftofen getrocknet, wodurch eine bedingte Spülmaschinenreignung erzeugt wird.



Transferdruck
Das Druckmotiv wird per Siebdruck spiegelbildlich auf spezielles Transferpapier übertragen. Im Anschluss daran wird der Ausdruck auf einer Presse unter hohem Druck und starker Erhitzung (zwischen 120 bis 180 Grad C) auf den Werbeträger gepresst. Als Vorteile dieses Verfahrens sind die hervorragende Druckqualität und hohe Farbbrillanz zu nennen.



Offsetdruck
Der Offsetdruck ist das gängige Druckverfahren, wenn es um fotorealistische Wiedergabe, Schnelligkeit und hohe Auflagen geht.Dabei wird die Druckfarbe von der Druckplatte über einen Gummizylinder auf das Papier übertragen.Während die Übertragung der Druckfarbe im Hochdruck, im Tiefdruck und auch im Siebdruck direkt auf die Oberfläche des Bedruckstoffs erfolgt, stellt der Offsetdruck ein indirektes Flachdruckverfahren dar.


Indirekt, da die Übertragung der Druckfarbe auf die Oberfläche via Zwischenträger auf das Papier erfolgt. Offsetdruck ist ein Druckverfahren, welches finanziell meist erst in höheren Auflagen kostengünstiger wird als Digitaldruckverfahren.


Digitaldruck
Der Digitaldruck ist aus Kostengründen ideal für kleinere und mittlere Auflagen und hat sich inzwischen als echte Alternative zum Offset-Druck entwickelt. Im Gegensatz zu den klassischen Druckverfahren benötigt der Digitaldruck keine zeitaufwendige Einricht-, bzw. Rüstzeit.
Es kann ohne den Umweg über Film und Druckplatte gedruckt werden – digitale Daten vorausgesetzt.
Die Farbe wird mit Hilfe eines Lasers aufgetragen. Dabei erzeugt eine Lichtquelle, entweder ein Laser oder LEDs auf einer Fotoleitertrommel, auch OPC (Organic-Photo-Conductor-)Trommel genannt, ein Ladungsprofil. Auf dieser virtuellen Druckform lagert sich der Toner an.
Der je nach System flüssige oder feste Toner wird direkt oder indirekt auf das vorbeigeführte Papier übertragen und anschließend durch Hitze und/oder Druck fixiert. Die Grundlage für den Tonertransfer bildet die definierte Polarität zwischen Toner und Papier bzw. Zwischenträger.



Lasergravur
Die Lasergravur empfiehlt sich besonders für hochwertige Metallartikel.
Sie erfolgt absolut „berührungsfrei“ und ermöglicht eine Darstellung feinster Linien und Schriftzüge in Perfektion. Ein über zwei Drehspiegel gesteuerter Laserstrahl wird mit höchster Geschwindigkeit an die gewünschten Stellen des Gegenstandes gebracht. Nach einer Art Brennglasprinzip wird durch die Einstellung verschiedener Parameter (Abstand, Zeit, Energie, etc.) die eigentliche Oberfläche des Artikels „abgelöst“ und somit das darunter befindliche „Grundmaterial“ sichtbar gemacht. Daher kann die Gravur je nach Materialbeschaffenheit und Legierung „farblich“ unterschiedlich ausfallen. Nicht alle Werkstoffe und Materialien sind mit dem Laser zu bearbeiten



Ätzung
Die Ätztechnik lässt sich nur auf nicht-beschichtetem Metall anwenden.
Dabei wird Ätzflüssigkeit über einen getränkten Filzstreifen durch eine Siebschablone gedrückt. Berührt die Ätzflüssigkeit das Metall, erzeugt ein gesteuerter Schwachstrom eine elektrolytische Ätzung auf der Oberfläche des Gegenstandes. Dadurch erhält man eine dauerhafte Werbeanbringung, die hauptsächlich auf metallischen, vernickelten, verchromten und nitrierten Materialien ausgeführt werden kann.
Während bei der Lasergravur das Ergebnis der Lesbarkeit stark vom Grundmaterial bzw. der Legierung abhängig ist, erzeugt man bei der Ätzung ein davon unabhängiges, gräuliches Schriftbild. Ideal z.B. Metallkugelschreiber, Messer, Metallbecher.

Prägung
Das Prägeverfahren gehört im Gegensatz zu Sieb- und Tampondruck zu den Trockendruckverfahren. Mittels eines Prägestempels und entsprechender Prägefolie erfolgt die Übertragung des Logos durch Druck (zwischen 10 und 500 kp/cm), Temperatur ( zwischen 80 und 250 Grad Celsius) und Prägedauer (0,1 – 10 Sekunden). Das Verfahren eignet sich besonders bei Materialien wie Leder, PVC und PU.


Bestickung
Eine der exklusivsten Formen der Textilveredelung. Von dem gewünschten Stickmuster wird zunächst eine mehrfach größere technische Zeichnung angefertigt, die sogenannte Schablone. Die zu bestickenden Teile werden bei der Produktion in Einzelrahmen genau an der Stelle eingespannt, an der die Stickerei erfolgen soll. Gleichzeitig wird zur Stabilisierung des Stickgrundes je nach Material evtl. ein Vlies oder eine Folie untergespannt, so dass später das Muster eine exakte Ausführung aufweist.